Zwischen Wollen und Können: Deutschlands Rolle in der geopolitischen Weltunordnung

29.04.2026 - 19:00 Uhr

Roderich Kiesewetter, Mitglied des Deutschen Bundestages

Die internationale Ordnung steht unter massivem Druck: Die anhaltenden und teils abrupten Kursverschiebungen in der US-Außenpolitik, wachsende Eskalationsrisiken im Nahen Osten, der fortdauernde Krieg in der Ukraine sowie die zunehmende Systemrivalität mit China verdeutlichen, wie volatil und unberechenbar die geopolitische Lage geworden ist.

Dabei zeigt sich zunehmend, dass zentrale Weichenstellungen internationaler Politik nicht in Europa getroffen werden – die politischen, wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Konsequenzen jedoch in besonderem Maße auch Deutschland und Europa betreffen.

Zwischen sicherheitspolitischem Anspruch und strukturellen Defiziten stellt sich zentrale Fragen: Welche Rolle kann und will Deutschland künftig einnehmen? Wie belastbar ist die transatlantische Partnerschaft unter veränderten strategischen Vorzeichen? Welche sicherheits- und ordnungspolitischen Konsequenzen ergeben sich aus den aktuellen Konflikten für Europa? Und gelingt es Deutschland, den eigenen Führungsanspruch mit den verfügbaren politischen, militärischen und ökonomischen Mitteln in Einklang zu bringen?

Einführung: Mo Wahedi, Vorsitzender Junges Forum

Roderich Kiesewetter ist Mitglied des Deutschen Bundestages (CDU) und international anerkannter Experte für Außen- und Sicherheitspolitik. Als Oberst a.D. der Bundeswehr verfügt er über eine langjährige militärische Laufbahn mit Führungs- und Stabsverwendungen, der Generalstabsausbildung an der Führungsakademie der Bundeswehr sowie Stationen im Bundesministerium der Verteidigung und im Kommando Operative Führung in Ulm.

Er bringt umfassende internationale Einsatzerfahrung aus Missionen auf dem Balkan (SFOR, EUFOR) und in Afghanistan (ISAF) sowie aus Verwendungen im EU-Rat und in NATO-Strukturen in Brüssel und Mons mit. Seit 2009 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages und vertritt den Wahlkreis Aalen–Heidenheim. Dort ist er ordentliches Mitglied des Auswärtigen Ausschusses und seit 2014 Obmann seiner Fraktion. Zudem war er von 2020 bis 2025 Vorsitzender bzw. stellvertretender Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums zur Kontrolle der Nachrichtendienste des Bundes.

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Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich

Ort
Museum Fünf Kontinente
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